Die Aufgaben eines professionellen Immobilienmaklers

Der Immobilienmakler übernimmt umfangreiche Aufgaben – Porträt eines höchst anspruchsvollen Tätigkeitsfeldes

Ein Immobilienmakler ist professioneller Ansprechpartner für seine Klienten in den Bereichen Immobilienverkauf, Immobilienkauf und Immobilienvermietung. Er erleichtert Haus- und Wohnungssuchenden das zielgerichtete Finden von Objekten, welche die individuellen Ansprüche erfüllen. Auf Seiten der Verkäufer übernimmt er den Dialog mit potenziellen Käufern. Dass sein Aufgabenspektrum die Kommunikation weit übersteigt und er nicht nur dafür echtes Know-how sowie langjährige Erfahrung benötigt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen. Erfahren Sie hier mehr über die Aufgaben eines professionellen Immobilienmaklers.

Bewertung von Immobilien

Der Wert einer Immobilie wird durch den Immobilienmakler ermittelt. Auf dessen Basis kann letztendlich der Immobilienpreis festgesetzt werden. Damit dieser möglichst realistisch ist, zieht der Makler verschiedenste Aspekte zurate. Neben der Lage der Immobilie, der vor Ort vorhandenen Infrastruktur, der Grundstücksgröße und dem baulichen Zustand des Objektes spielt die energetische Beschaffenheit eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus bewertet er das Vorhandensein von Garagen, Stellplätzen und Carports, eines Gartens beziehungsweise einer Terrasse sowie die Gewährleistung von Barrierefreiheit, beispielsweise durch einen Fahrstuhl. Die sehr umfangreichen Restriktionen in Sachen Denkmalschutz oder andere rechtliche Vorgaben werden ebenfalls vom Makler in die Waagschale geworfen.

Er sichtet dazu alle zum Objekt vorhandenen Unterlagen wie Grundrisse, Baupläne, den Katasterplan, aber auch Grundbuchauszüge. In diesen kann er etwaige Belastungen einer Immobilie erkennen. Darüber hinaus dienen der Energieausweis und Versicherungsnachweise als weitere Grundlage für die Berechnung des sogenannten Verkehrswertes.

Nach der Überprüfung aller Aufzeichnungen sichtet der Immobilienmakler das Objekt vor Ort, macht sich ein Bild vom tatsächlichen Zustand und listet mögliche Mängel auf, die leicht behoben werden können. Ein engagierter Immobilienmakler glänzt außerdem mit Vorschlägen zur geschmackvollen Dekoration des Interieurs, die sich für den Verkauf als ausgesprochen vorteilhaft erweist. Auf diese Weise kann der Verkäufer ein besseres Ergebnis erzielen. Zu guter Letzt fertigt er hochwertige Fotos vom jeweiligen Objekt an, die in einem Exposé ihre Wirkung entfalten dürfen.

Sachwertverfahren, Vergleichswertverfahren und Ertragswertverfahren

Um den Wert von nicht am Mietmarkt gehandelten Objekten wie eigengenutzten Einfamilienhäusern ermitteln zu können, wendet ein Immobilienmakler das Sachwertverfahren an. Die Wertermittlung bemisst sich an den Herstellungs- beziehungsweise Wiederbeschaffungskosten und vernachlässigt dabei die künftig anhaltend erzielbaren Reinerträge. Tatsächlich werden die Abnutzungen zur Berechnung herangezogen.

Objekte, die sich in ihrer Lage und dem Umriss mit der Immobilie vergleichen lassen, werden im Vergleichswertverfahren zur Wertermittlung bei Wohnbauten und Eigentumswohnungen genutzt.

Das Ertragswertverfahren wird vom Immobilienmakler bei Objekten angewendet, die darauf ausgelegt sind, einen Ertrag zu erwirtschaften. Dazu zählen vermietete Mehrfamilienhäuser, aber auch gewerblich genutzte Immobilien. Sowohl der Grundstückswert, als auch die voraussichtlichen Mieterträge fließen in die Immobilienbewertung ein.

Vermarktung von Immobilien

Als Basis zur Vermarktung des Objekts erstellt der Immobilienmakler ein umfangreiches Exposé. Dieses vereint alle wichtigen Informationen zur Immobilie und ist darauf ausgelegt, Interessenten einen Eindruck rund um die Immobilie zu vermitteln. Es dient als Grundlage für sämtliche weitere Verhandlungen. Im weiteren Verlauf ermittelt der Immobilienmakler die Möglichkeiten zur Vermarktung. Hierbei spielen Präsentationsplattformen online und im gedruckten Format eine wesentliche Rolle. Die Wahl des passenden Mediums ist dabei insbesondere von der Zielgruppe abhängig. Außerdem kümmert er sich um das Installieren eines Verkaufsschildes am Objekt, was sich in zielgruppenrelevanten Regionen als erfolgversprechend erweist.

Weiterhin organisiert der Immobilienmakler Vor-Ort-Begehungen mit Kaufinteressenten, führt Besichtigungen durch und prüft die Liquidität von Anwärtern, die eine Kaufabsicht hegen. Er führt die Verkaufsverhandlungen mit den künftigen Neu-Eigentümern durch und erstellt den Kaufvertrag. Über alle Schritte informiert er den Verkäufer der Immobilie, bevor er sich in Abstimmung mit diesem um das Vereinbaren eines Notartermins kümmert. Der Immobilienmakler wohnt der notariellen Beurkundung bei und überwacht schließlich sowohl den Zahlungseingang, als auch das Einhalten der vertraglich vereinbarten Absprachen.

Immobilienkauf und Immobilienvermietung

Der Immobilienmakler kann auch von Kaufinteressenten angesprochen werden. Er kümmert sich um das Aufspüren des geeigneten Objektes. Außerdem unterstützt er Vermieter beim Prüfen der Bonität und Mietvertragsausarbeitung